Dienstag, 19. Juli 2016

Erschreckendes über die Folsäure

Gerade habe ich einen Artikel über die Folsäure in einer Fachzeitschrift gelesen. Nach zwanzig Jahren in denen fast bei jeder schwangeren Frau dieser Stoff empfohlen worden ist mit der Begründung, dass das Spinabifidus-Risiko gesenkt wird, kommt nun die ernüchternde Wahrheit.

Eigentlich traue ich mich kaum dies alles zu schreiben, weil es sehr schrecklich tönt, vielleicht sollte das wie eine Packungsbeilage zu einem Medikament gelesen werden:

Mehr Folsäure bringt keinen Nutzen. Die synthetische Folsäure ist mit der natürlichen Folsäure nicht identisch.

Eine Kombination mit Vitamin D und Calcium schafft unter anderem folgende Probleme: Die Gefässe verkalken und deshalb kommt es vermehrt zu Herzinfarkt, Schlaganfällen, Nierensteine, Harnwegsinfektionen und Magen/Darmproblemen.

Kinder erkranken häufiger an Asthma wenn die Frauen während der gesamten Schwangerschaft Folsäure einnehmen.

Mit Folsäure und Vitamin-B12-Mangel gibt es eine Wechselwirkung so wird der Körper auf eine diabetische  Stoffwechsellage programmiert. Das Risiko an Gestationsdiabetes erhöht sich. Bei den Babys begünstigt dies eine Insulinresistenz. Dies wurde allerdings nur bei Frauen beobachtet die wenig B12 aber viel Folsäure im Blut hatten (also vorwiegend bei Vegetarier und Veganerinnen).

Bei erhöhter Folsäurezufuhr wird ein Trend zu mehr Krebserkrankungen festgestellt!!! Besonders bei der kombinierten Gabe von Folsäure und Vitamin B12.

Literatur
Asmus, H.G et al (2005) Two year comparison of sevelamer and calcium carbonate effects on cardiovascular calcification an bone density. Nephrology, Dialysis, Transplantation"; 20: 152-1661
Bargott, J.E. (2012) Meta-analysis of cancer risk in folic acid supplementation trials. "Cancer Epidemiology"
Deshmukh U. et al. (2013) Influence of maternal vitamin B12 and folate on growth and insulin resistance in the offspring. "Nestle Nutrition Institute Workshop Series" 74: 145-154
Zhu, B. et al. (2016) Folic acid supplement intake in early pregnancy increases risk of gestational diabetes mellitus: evidence from a prospective cohort study. "Diabetes Care"; 39: e 36-37.
Green In't Woud, S. et al. (2016) Maternal risk factors involved in specific congenital anomalies of the kidney and urinary tract: A case-control study "Birth Defects Research, Part A: Clinical & Molecular Teratology" Epub ahead of print.
Yajnikk, C.S. et al. (2008) Vitamin B12 and folate concentrations during pregnancy and insulin resistance in the offspring: the Pune maternal nutrition study. "Diabethologia"; 51:29-38.

Kommentare:

  1. Können Sie bitte die Quelle hierzu nennen? (Studie und Fachzeitschrift)

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    1. Voilà ich habe die Literaturangaben zugefügt.Den Artikel Habe ich in der Fachzeitschrift für Hebammen "Hebamme.ch" 7/8 2016 gefunden

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  2. Guten Abend,
    lieben Dank für Ihre Beiträge! Sie machen eine ganz tolle Arbeit und ich lese gerne bei Ihnen! :-)
    Können Sie mir eventuell sagen, ob man dann überhaupt noch Vitamine/Mineralstoffe substituieren soll während der Schwangerschaft oder lieber nicht? Und welche?

    Lieben Dank und herzliche Grüße!
    Kira

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    1. Das ist sehr schwierig zu beantworten. Sicher wichtig ist es, dies einzeln anzuschauen und nicht einfach allgemein allen dasselbe zu verschreiben. Ich persönlich bin immer für Naturprodukte und würde schauen wo sie diese finden können. z.B. Urticalcin von Dr. Vogel oder Mineralien von Bürgersteig, etc. oder Schüsslersalze. Eine gute Naturärztin kann da sicher weiter helfen. Liebgruss

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