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Mittwoch, 20. April 2011

Die ersten drei Monate

Diese drei ersten Monate sind sehr prägend. Das Baby lebt nur im Hier und Jetzt. Es fühlt ein Hungergefühl und es weint, weil es das nicht kennt. Auch nach ein paar Wochen, weiss es noch nicht, dass es nur einen Laut von sich geben muss und dann wird es gefüttert. Dieses Gefühl "wenn - dann" entwickelt sich erst nach den ersten zwölf Wochen. Wird in dieser Zeit den Bedüfnissen des Babys nicht genüge getan, resigniert das Baby. Es weiss, dass es ihm nicht hilft, wenn es seine Bedüfnisse anmeldet.

Es ist also nicht möglich, einen Säugling zu verziehen. Der Säugling zeigt was er braucht und es gibt immer einen Grund. Natürlich kennen wir nicht immer diesen Grund. Hilfreich ist es, dem Baby zu zeigen, dass es nicht alleine in seinem Kummer ist. Wir können ihm auch mitteilen, dass wir leider nicht wissen was es braucht, aber wir sind da. Manchmal nehme ich so einen kleinen Schreihals nur in die Arme und begleite ihn in seinem (Welt)Schmerz. Durch meine Ruhe und durch meine Präsenz kann sich das Baby beruhigen.

Die Erfahrung gibt mir genügend Zuversicht um die Ruhe zu bewahren. Diese Ruhe hilft wiederum dem Baby sich beruhigen zu können.

Nicht jedes Schreien muss Hunger bedeuten. Vielfach ist es eine innere Unruhe, vielleicht zu viele Eindrücke die auf das kleine Wesen eingewirkt haben. Die innere Uhr die noch nicht gut funktioniert. Somit braucht das Baby unsere Hilfe um den Schlaf/Wach-Rhythmus zu finden. Eine befreundete Akupukteurin die bei Babys guten Erfolg mit einer japanischen sanften Stimulation hat, hat mir das einleuchtend erklärt und die Erfahrung gibt ihr Recht.

So helfen wir mit Rhytmus, genügend Wäre und Begrenzung sowie Geborgenheit um das Baby über seine Unruhen hinweg zu begleiten. Das Baby kann erfahren, dass seine Gefühle ernst genommen werden. Das ist der Richtige Einstieg ins Leben.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Besucher

Gerade über die Festtage stellt sich viel Besuch ein. Oft ist das Baby während dieser Zeit sehr ruhig, erst wenn der Besuch gegangen ist, abends, werden diese vielen Eindrücke verarbeitet. Dann schreit das Baby bis es alles verarbeitet hat.

Es ist wichtig zu wissen, dass sich das Baby schützt indem es schläft. Das heisst aber nicht, dass es nichts aufnimmt. Erfahrungen zweigen gerade das Gegenteil.

Viele junge Mütter fühlen sich selber auch nicht wohl, wenn ihr Neugeborenes von Arm zu Arm weiter gegeben wird. Diese Gefühle sind richtig und es sollte ihnen Rechnung getragen werden. Ein Baby braucht Schutz und Ruhe. Das heisst aber nicht, dass alle sich nur noch im Flüsterton unterhalten sollten. Auch finde ich ein abgedunkelter Raum während des Tages nicht nötig. Das Baby darf Tag und Nachtrhytmus wahrnehmen.

Bei viel Besuch ist es sinnvoll, wenn sich die stillende oder schöppelnde Mutter für die Malzeiten in einen ruhigen Raum zurückziehen kann.

Das Baby in einen anderen Raum legen um zu schlafen ist nicht ein Muss, meistens fühlt es sich am wohlsten bei Mama oder Papa mit Hautkontakt. Die Eltern schützen mit ihrer Präsenz das Baby am besten.

Mittwoch, 24. November 2010

Wetterfühligkeit

Wenn in den Rückbildungskursen eine Frau klagt, dass ihr Baby in der letzten Nacht schlecht geschlafen hat, klagen gleich drei andere auch darüber. Wenn wir dann, wie heute, raus schauen und den Schneefall sehen, wissen wir - es liegt am Wetter.

Babys sind noch sehr sensibel sie spüren Druckunterschiede, Elektosmog und Spannungen. All das muss ihr kleiner Körper ausgleichen. Manche Babys finden den Schlaf nicht, andere wollen dauernd Körperkontakt oder wollen gestillt werden. Manchmal höre ich aber von Mamis, dass gerade wenn andere Babys viel geschrien hat, ihr Baby noch nie so gut geschlafen hat wie in jener Nacht. Auch das kann eine Reaktion auf Störungen sein.

Ein kleines Kind kann sich noch nicht äussern und hat nur die Möglichkeit mit Schreien oder Schlafen seine Unruhe zu zeigen. Es ist hilfreich, wenn ein Austausch mit anderen Müttern stattfindet und somit die Ursache für die schlaflose Nacht geklärt wird. So verschwindet die eigene Unsicherheit und das Baby kann beim nächsten Schneefall oder Störung, beruhigter getröstet werden.