Samstag, 16. Oktober 2010

Mutterliebe

Es ist so schön zu sehen, wie die frischgebackene Mama ihr Baby verzückt in Liebesrausch anschaut. Das sehe ich bei Mamis die ihr erstes Kind geboren haben, aber auch bei Mamis die ihr viert oder fünftes Baby haben. In diesem Zustand ist so viel Gefühl, Verklärtheit, Verletzlichkeit, Stolz. Es ist fast ein heiliges Gefühl das ohne Zeit und Realität über den beiden schwebt.

Dieses Gefühl kann sich aber auch erst nach ein paar Tagen oder Wochen entwickeln. Es muss nicht gleich nach der Geburt da sein. Oft wird beim zweiten und dritten Kind dieser Zustand verkürzt durch die Realität und die Bedürfnisse der anderen Kinder.

Es macht mir aber grosse Freude, wenn ich der jungen Familie dieses Nestchen auch noch ein bisschen länger helfen kann zu erhalten.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Aetherisches Lavendeloel

Aetherisches Lavendeloel ist ein Muss für jeden Haushalt. Es ist beim Baby beruhigend wenn man es ins Körperoel mischt. Ein bis zwei Tropfen ins Badewasser (zuerst auf einen Teelöffel Salz) jedes Aetherische Oel ist auch desinfizierend. Lavendel ist auch gegen Pilz ein Mittel und auch die Mücken und anderes Ungeziefer lieben es nicht.

Vorallem gegen Verbrennungen ist es aber ein Wundermittel. Mein Sohn hat auf die heisse Kochplatte seine Finger gelegt, es hat gezischt. Ich habe ihm sofort Lavendeloel drauf getan und am anderen Tag war die Verbrennung kaum zu sehen. Einige Male habe ich mich beim Bügeleisen verbrannt und mit Lavendel sieht man nichts mehr.

Das letzte Mal habe ich mir kochendes Wasser über den Arm gegossen und habe dann gleich Aetherisches Lavendelöl drüber geleert. An einigen wenigen Stellen habe ich es vergessen, da ist die Haut dunkler geblieben und es haben sich Narben eingestellt.

Man muss die Haut nicht noch zusätzlich kühlen. Wasser verdünnt Lavendel. Weil aber Eis auch den Schmerz wegnimmt, habe ich ein trockenes Coldpack über die verbrannte Stelle, die bereits mit Lavendel behandelt war, gelegt. Oder wenn das Lavendel aufgetragen ist, einfach den Arm oder die betroffene Stelle an der Luft hin und her bewegt, der Wind war kühlend.

Nägel schneiden

Es heisst immer, man soll den Babys die Nägel erst ab der sechsten Woche schneiden. Gründe sind keine aufgeführt.

Nun habe ich bei meinem kleinen Sohn, der ein bisschen über dem Termin auf die Welt gekommen ist und sehr lange Fingernägel hatte, die Nägel bereits früher geschnitten. Seit dem habe ich die Erklärung: Ueber den Nägeln wie auch über den Augen und Ohren hat es noch eine kleine feine Haut. Das ist die intra-uterine Schutzhaut. Deshalb sollte vorerst über dem Nagel massiert werden, damit diese Haut weg gehen kann bevor man das erste Mal schneidet. Sonst verletzt man diese Haut mit der Schere und das sieht fast ein bisschen blutig aus.

Beim Schneiden (also erst nach sechs Wochen) setzte ich den Säugling Rücken an Rücken vor mich hin und halte mit der linken Hand seine Linke, mit dem Rechten Arm klemme ich sein rechtes Aermchen fest und kann dann ungehindert seine Nägel schneiden. Die Schere sollte ganz fein sein, damit man damit unter den Nagel gehen kann.

Ich habe das immer gemacht, wenn meine Babys wach waren, so kannten sie das von Anfang an. Sie haben das immer genossen (ausser beim 1. Mal siehe oben).

Dienstag, 12. Oktober 2010

Milch abpumpen

Im Spital nach der Geburt kommt die Pumpe oft in den Einsatz, wenn bereits, bevor die Milch fliesst, wunde Brustwarzen entstanden sind.

Manchmal benützt man die Pumpe weil all zu viel Milch produziert wird um ein bisschen zu entlasten. Das hat aber immer den Nachteil, dass mit dem Pumpen auch die Produktion stimuliert wird.

Es ist auch möglich, wenn die Brust extrem prall ist und deshalb das Baby die Brustwarze nicht fassen kann, kurz anzupumpen.

Bei einem Milchstau oder bei einer Entzündung ist es besser, wenn das Baby trinkt und nicht die Pumpe in Einsatz kommt, weil das Baby mehr in der Tiefe abtrinken kann als die Pumpe.

Möchte eine Frau einen Vorrat an Milch anlegen, empfehle ich einmal täglich ein bisschen abzupumpen. Zu diesem Zeitpunkt sollte bereits ein Stillrythmus da sein. Es ist möglich, dass dies erst nach einen Monat der Fall ist. Die beste Zeit ist morgens wenn die Brüste sehr prall sind dann kann man dem Baby nur eine Brust geben und die zweite wird abgepumpt.

Für eine Portion Milch kann mehrmals abgepumpt werden. Die Milch kann im Eisfach portionenweise dazugegeben werden. Die neue Milch sollte aber zuerst im Kühlschrank abgekühlt werden bevor sie dazu geleert wird.

Eigentlich genügt ein Vorrat von einer Stillmalzeit (ein Sechstel des Körpergewichts des Babys ist eine Tagesration). Bekommt das Baby einen Schoppen weil die Mutter weg ist, muss die Brust danach geleert werden und das reicht dann für ein nächstes Mal.

Es gibt Pumpen die je nach Brustform und Tonus nichts rauspumpen können. Ich habe einige Frauen erlebt die aus dem Spital gekommen sind im Glauben sie hätten keine Milch weil das Pumpen erfolglos war. Mit einer Technik ähnlich wie melken (ich sage lieber ausmassieren) konnte ich dann, zur Freude und Erstaunen der Frauen, viel Milch rausholen.

Sind die Milchseen bei einer Brust tief drinnen, braucht es einen breiteren Trichter. Bei manchen Pump-Modellen kann man diese zusätzlich kaufen.

Was man von einem Baby lernen kann

Durch das Baby wird ein Moment kostbarer. Unendliche Liebe entwickelt sich. Schon in der Schwangerschaft lernt man wie nah Tod und Leben ist. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Baby gesund auf die Welt kommt. Ein Baby lässt sich nicht planen, es kommt wann es kommen will. Sei das bei der Zeugung oder auch bei der Geburt.

Schon ein Lächeln erfreut den ganzen Tag. Flexibilität und Improvisation wird durch das Baby/Kind gefördert da immer wieder Neues unplanbares passiert. Da Kinder fast immer wenn sie erwachen, gutgelaunt sind, ist das ansteckend. Selbst ein regnerischer Tag ist für ein kleines Kind faszinierend. Jede Pfütze, jedes Steinchen, Wurm und Schnecke, Matsch ist ein Jauchzen werd. Somit lernt man das Leben von der positiven Seite anzusehen. Kleine Kinder kennen keine Langeweile jeder Moment ist interessant. Kinder sind nicht nachtragend. Zeit ist nicht wichtig, nur das Jetzt.

Man lernt kämpfen wie eine Löwin. Für das Kind kann man ungeahnte Kräfte mobilisieren. Wir werden Erzieher/innen, Lehrer und gutes Beispiel für das Kind. Wir geben nie mehr so schnell auf und werden Geduldiger, Bescheidener.

So kann ich meine Liste noch unendlich lange ausführen und bestimmt kennt jedes Elternpaar etwas das ich vergessen habe und natürlich gibt es auch negative Aspekte wobei ich ganz fest überzeugt bin, dass die Positiven in der Ueberzahl sind.

Montag, 11. Oktober 2010

Gewohnheit

Ich staune immer wie die Eltern sich schnell an die neue Situation anpassen können. Ein Elternpaar mit Zwillingen, kennt nichts anderes und macht einfach alles doppelt. Muss Grenzen setzten und kann ein Kind warten lassen, weil es eben so sein muss.

Wacht ein Baby einige Male in der Nacht auf, gewöhnt man sich daran. Selbst Eltern die vor der Geburt sich so etwas nie zugetraut hätten, lernen. Plötzlich macht es nichts mehr aus, öfters in der Nacht aufzuwachen. Schläft das Baby nach einigen Wochen/Monaten durch, , schwupps braucht man wieder mehr Schlaf und wenn dann einmal eine gestörte Nacht ist, ist das Schlimm.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Der Bauch vom Neugeborenen

Der Bauch ist das Zentrum vom Baby. Alle Gefühle spielen sich da ab. Wenn ein dreijähriges Kind etwas hat, ist es immer Bauchweh. So ist es nicht verwunderlich, dass dies auch beim Neugeborenen so ist.

Da beim Baby noch alles ganz weich ist, wird der Magen und auch der Bauch einfach immer grösser, je nach Angebot. Das sieht manchmal nach einer Deformation aus, besonders da die Rippen enger sind und der Bauch sich darunter auswölbt, das ist aber ganz normal.

Zieht das Baby die Beine zum Bauch und schreit, ist das ein Zeichen, dass es im Bäuchlein arbeitet. Da können verschiedene Stellungen helfen wie zum Beispiel wenn das Baby mit dem Bauch unten auf dem Arm von Papi liegt oder Bauch über die Schulter von Mami liegt. Auch helfen Bäuchlein-Oele. Dieses Oel besteht oft aus Kümmel und Aenis also praktisch die selbe Zusammensetzung wie das Brustmassage-Oel wenn zu wenig Milch da ist. So kann eigentlich ein und dasselbe Oel für beides gebraucht werden. Dieses Oel ist wärmend und hilft gegen Bauchweh. Aetherische Oele wirken aber einfach auch durch die Haut. So kann auch die Fussfläche massiert werden und das Baby muss nicht ganz ausgepackt werden. Bettflasche, Kirschstein- oder Traubenkernkissen können helfen.

Manchmal ist der Grund ein zu schnelles Trinken wenn die Milch schnell fliesst. Oder wenn zu schnell wieder eine Malzeit auf die andere folgt, oder wenn die Mami etwas gegessen hat das Blähungen verursachen kann. Aber auch zu viele Eindrücke können auf den Bauch drücken. Kommen Bauchweh und Krämpfli öfters vor, empfehle ich Ostheopathie oder Cranio-Sacral-Therapie. Es kann auch durch die Schwangerschaft oder Geburt noch eine Spannung im Körper sein und durch einen vollen Bauch vergrössert sich diese Spannung.