Samstag, 30. Januar 2010

Unsicherheit

Bei den Hausbesuchen sehe und höre ich sehr viel. Die Unsicherheiten, die Verletzungen die entstehen können in der ersten Zeit nach der Geburt sind sehr gross. Mir als Hebamme wird manchmal auch das Herz ausgeschüttet. Dann sehe ich vor allem die Seite der Frau, der Mutter.

Wenn ich mich aber zurücklehne weiss ich, dass die männliche Seite wie auch die weibliche Seite für die Entwicklung eines Kindes wichtig sind. Deshalb muss das Elternsein von beiden übernommen werden. Beide Elternteile sind unsicher, beide Elternteile haben ihre Erfahrungen und beide wollen nur das Beste. In dieser ersten vollkommenen Unsicherheit mit dem Baby kann es schon vorkommen, dass durch zwei Meinungen kein Resultat zu Stande kommen kann, dass damit noch mehr Verwirrung entsteht wenn der Partner anderer Ansicht ist.

Vielleicht hat die Natur es richtig gemacht dass nur die Frau das Baby stillen kann. Dass nur bei einem Partner so extreme Nähe da ist. Da ist noch eine unsichtbare Nabelschnur zwischen Mami und Baby.

Das muss wohl vom Mann respektiert werden. In der ersten Zeit ist es die Rolle des Mannes, die Mutter zu stärken in ihren Gefühlen. Später ist es aber ganz wichtig, zusammen Entscheidungen zu treffen und die Sichtweise aus beiden Polen in Betracht zu ziehen. Das ist extrem Schwierig, wenn man übermüdet ist und sich nicht mehr spürt. Vielleicht ist das Wichtigste im Elternsein, Verständnis füreinander.

Freitag, 29. Januar 2010

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied

Das weiss jeder aber bewusst wird das erst, wenn man selber eine Familie zu tragen hat. Die Launen der Eltern werden sofort von den Kinder übernommen und weitergetragen. Das fängt bereits im Säuglingsalter an und zieht sich durch bis...(man selber Eltern wird?) Das Baby, das Elternsein gibt einen anderen Blickwinkel zum Leben. Plötzlich trägt man die Verantwortung für eine ganzen Familie. Man wird zum Vorbild und die eigene Wichtigkeit schrumpf. Ich bin nicht mehr Frau Soundso, sondern nur noch die Mutter von .. .

Es macht mir nicht aus Morgens um 6 h aufzuwachen, ein lächendes Kind entschädigt mich für den fehlenden Schlaf. Meine Kopfschmerzen werden weggedrängt durch den Eifer des fünf Jährigen. Meine schlechte Laune ist verflogen über die Wortspielereien der Tochter. Selbst wenn die Kinder älter werden habe ich mir Strategien angeeignet und ich schätze die Ruhe die ich durch die lange Zugfahrt habe, anstelle dass ich mich langweile. Ich richte meinen Blick nicht zum grauen Himmel sondern zu den schönverzierten Dächern. Die Kinder lernen uns eine neue Perspektive zum Leben. Plötzlich spiegelt sich der Himmel in der Pfütze.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Frans Veldmann 06.09.1921 - 25.01.2010

Salue, en guise d’adieu, toutes les personnes qui, par leur être, lui ont permis de découvrir l’humanité véritable et à trouver la confirmation que-malgré l’injustice, la violence et le mal régnants-le Bon l’emporte et triomphe

Au nom de tous ceux qui lui étaient chers,

AnneMarie VELDMAN-van POLEN

Le conseil d’administration et tous les membres du C.I.R.D.H. IdF

Ont l’immense chagrin d’annoncer la mort de Frans VELDMAN

Fondateur de l’Haptonomie

Survenue le 25 janvier 2010 dans sa 89 neuvième année.



Un grand homme, modeste et érudit, nous a quittés. Il a consacré sa vie à aider d’innombrables humains à découvrir le courage et la joie de vivre. Leur apportant, grâce à la confirmation affective de leur être, la force de vivre au-delà de leurs épreuves. Il souhaitait que l’Haptonomie, œuvre de toute une vie, si importante pour le bonheur de l’humanité, reste intacte et authentique et continue à se développer aux mains de ceux auxquels il l’a confiée, AnneMarie VELDMAN-van POLEN et le C.I.R.D.H. Ile de France.

Dienstag, 26. Januar 2010

Schreien

Wenn das Baby schreit, fühlen sich die Eltern meist hilflos. Man leidet mit und wird aktiv: Brust geben, Schnuller geben, Gehen, abwechseln neue Stellungen ausprobieren etc. Vor lauter Aktivitäten ist man aber nicht präsent beim Baby und es schreit und schreit.

Ich höre oft von Mamis die die Schreiphase akzeptieren können, dass ihrem Partner das nicht gelingt, dass er mit seiner Ueberforderung eine Unruhe verbreitet und Mami wie Baby nervös macht.

Wenn der Papi den ganzen Tag über weg ist, heim kommt und sich auf die Frau und das Baby freut, wird er mit einem schreienden Baby und einer aufgelösten Partnerin überrascht. Wie kann er da noch ruhig bleiben?

Es ist sicher wichtig, zu wissen, wenn das Baby schreit, dass man als Eltern nichts falsches gemacht hat und das Baby auch nicht krank ist. Wenn ich ein schreiendes Baby auf dem Arm habe, ihm zuhöre, Verständnis für seine Situation habe und ruhig bleibe, helfe ich ihm am Besten. Es gibt eine Studie: wenn viele Einzeller nebeneinander sind und eine Zelle unruhig ist, steckt sie sie anderen an. Umgekehrt funktioniert das auch. So reagiert auch das Baby auf Ruhe und Stress.

Natürlich ist das leicht gesagt, ruhig zu bleiben wenn der Kleine die Kehle raus schreit, aber es hilft! Deshalb ist es wichtig Unterstützung zu holen, damit man selber Ruhe verbreiten kann. Das kann eine erfahrene Mutter sein, die wegen ständigem Schreien immun ist, eine Hebamme, ein Arzt der versichert dass alles ok ist, ein Ostheopath oder www.schreibaby.ch. Wichtig ist Hilfe zu holen. Vielleicht hat der Partner einen Grund der ganz tief sitzt und er deshalb das weinende Baby nicht ertragen kann oder man selber..

Montag, 25. Januar 2010

Immer im Einsatz

Ich arbeite im Quartier und finde es schön, wenn ich die Frauen, Männer, Babys und Kinder ab und zu sehe. Beim Einkaufen, wenn wir uns kurz bei der Milch anlächeln, beim Brot etwas austauschen und an der Kasse erfahre, dass ein neues Baby unterwegs ist, freue ich mich.

Da ich aber froh bin, wenn ich es schaffe alles einzukaufen was ich sollte, ist es für mich nicht möglich diesen neuen Auftrag bis daheim im Kopf zu behalten. Deshalb bitte ich die Leute immer, mir ein Telefon oder ein Mail zu schicken. Manchmal denken sie daran, manchmal aber auch nicht. Dann bekomme ich ein halbes Jahr später einen freudigen Anruf, jetzt ist der Kleine da, wann kommst du?

Die Arbeit der Hebamme ist nicht so planbar, dass ich jeden Tag zwei Hausbesuche mache und von 8 bis 12 arbeite. Ich probiere eine gewisse Anzahl Wochenbett-Betreuungen anzunehmen. Da die Babys aber nicht nach Fahrplan kommen, ist es möglich, dass ich in einer Woche zwölf Besuche habe und in der nächsten nur drei. Eine Termin-Geburt ist bereits drei Wochen vor dem errechneten Termin möglich und auch noch zwei Wochen später. So könnten theoretisch Frauen vom Vormonat bereits gebären mit den Frauen vom Jetztmonat und Letztmonat zusammen. Das gibt dann die dreifache Menge! Wenn jetzt auch noch die Einkaufsfrauen dazukommen, die kein Telefon gegeben haben, sprengt das ganz schön meine Leistungen.

Das kann aber auch genau umgekehrt laufen, dass mir Frauen Bescheid geben, und dann doch nicht meine Leistung in Kauf nehmen......

Ja, das Leben einer Hebamme ist voller Ueberraschungen.

Verwöhnen

Immer mal wieder werde ich gefragt, ob man das kleine Baby schon verwöhnen könne. Diese Frage kommt oft weil im Umfeld schiefe Blicke auf die neuen Eltern geworfen werden.

Ich sage immer nein! So ein kleines Wesen braucht Liebe und Geborgenheit unendlich viel, ohne Grenzen ohne wenn und aber. Jedes Bedürfnis ist Lebenswichtig für das Kleine. Neun Monate immer in Mami und dann schwupps und das Leben soll jetzt in einem kalten grossen Bettchen stattfinden, wo es doch vorher eng begrenzt aber unendlich warm und alles mit dem Mami geteilt hat.

Ich denke mir, dass da die Umstellung in die Aussenwelt enorm ist. Die Hilfe wenn das Baby Hautkontakt braucht, wenn es Hunger hat, wenn es noch keinen Schlafrhytmus hat, braucht es.
Vielleicht braucht es (durch die Produktion von Mama) eine Regelung fürs Stillen, aber eine Regelung, dass das Baby alleine sein muss, finde ich überhaupt nicht angebracht. In den ersten drei Monaten ist das Baby am wohlsten mit Dauerkontakt das kann ruhig im Tragetuch sein, so kann Mami und Papi trotzdem etwas machen.

Wenn ein Baby viel Geborgenheit und Sicherheit bekommt, kann es das ganze Leben davon schöpfen.

Freitag, 22. Januar 2010

Die Haut

Die Haut ist ein Organ das oft unterschätzt wird. Ich habe einige Erfahrungen gemacht, die mich sehr beeindruckt haben.

Ein Kind das zu schwach war zum Essen, bekam ein tägliches Nährbad mit Orangensaft, Oel, Honig und Ei. Dieses Bad hat den Jungen so gestärkt, dass er wieder Kraft bekommen hat zu Essen.

Eine Frau die während einiger Tage nichts mehr getrunken hat, hat durch die Haut nach einer Dusche fünfhundert Gramm zugenommen.

Deshalb finde ich es Wichtig bei einem Neugeborenen die Haut nur mir natürlichen Produkten zu pflegen. Auch sollte die Haut langsam daran gewöhnt werden deshalb nicht zu viele Produkte auf einmal verwenden und mit wenigen verschiedenen Inhaltsstoffen.

Fast jedes Baby häutet sich nach der Geburt. Meistens erst nach einer oder zwei Wochen. Da schält sich die Haut ab, wie bei einer Schlange. Mit Oel kann man diesen Prozess unterstützen. Die Haut kann so trocken werden, dass es bei einigen Stellen zu blutigen einrissen kommen kann. Nach diesem Schälen, hat das Baby dann die wunderbare weiche Babyhaut.